Funkbewusstsein

Was können Gemeinden und Bürgerinitiativen gemeinsam erreichen?

10.05.2010

Frage + Antwort

Bürgermeister, Gemeinderäte und weitere Entscheidungsträger werden von den Funkanlagen-Betreibern, den Landratsämtern und Landesregierungen sehr oft einseitig unter Druck gesetzt und entscheiden sich so nicht selten voreilig für die Genehmigung neuer Sendemasten-Standorte, ohne sich über die Folgen im Klaren zu sein. Die sinnvolle Beratung durch einschlägig erfahrene Rechtsanwälte, Experten, Ärzte und Baubiologen wird leider selten in Anspruch genommen.

Hilfreich sind oft die Aktionen von Bürgerinitiativen. Hunderte solcher von Bürgern organisierten und geleiteten Initiativen bemühen sich seit dem Bau der ersten Sendemasten im In- und Ausland um entsprechende Aufklärung der Bevölkerung. Unzählige Kongresse, Workshops und Vortrags-, Informations- und Diskussions-Veranstaltungen sowie Unterschriftenaktionen werden von ihnen meist mit eigener Kraft und auf eigene Kosten organisiert bzw. angeboten. Viele Publikationen stehen Interessierten zur Verfügung.

Mit Hilfe dieser Vorgehensweise und nicht selten mit Unterstützung von erfahrenen Rechtsanwälten konnten und können Neubauten von Funkmasten immer wieder verhindert und manchmal der Abriss bestehender Funkmasten erreicht werden. Leider meiden Funkanlagen-Betreiber und Entscheidungsträger (Politiker, Landräte, Bürgermeister, Gemeinderäte) für alle Bürger zugängliche Informations- und Diskussions-Veranstaltungen der Bürgerinitiativen erfahrungsgemäß gerne, obwohl diese eine gute Chance bieten, gemeinsam mit den Wählern die gemeinsame regionale Funk-Zukunft zu diskutieren.

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