Funkbewusstsein

Schlagwort "TETRA"

Den vollständigen Bericht von Katrin Hager, der am 24.6.2011 im Münchner Merkur erschienen ist, können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Am 30.06.2011 um 19:30 lädt die Bürgerinitiative Tetrafunkfreies Seeon Pittenhart ein zur Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussion und Möglichkeit der Fragestellung. Veranstaltungsort ist der Alte Wirt in Seeon.

1. Technische Hintergründe TETRA-Funk
Referent: Johannes Schmidt, Baubiologe

2. Rechtliche Fragen in Bezug auf TETRA-Funk
Referent: Dr. Wolf Herkner, Rechsanwalt Fachrichtung Baurecht

3. TETRA-Funk – Kosten und gesundheitliche Risiken
Referentin: Kerstin Landau, Sprecherin BI Seeon Pittenhart

“Umfassende Information ist die Grundlage für wichtige Entscheidungen im politischen Alltag. Leider wurden bisher seitens der Befürworter (BDBOS) kaum, oder nur einseitig Informationen zum Thema TETRA an Entscheidungsträger und Bevölkerung weitergegeben. Wir wollen mit den genannten Referenten aber auch Nachteile und Gefahrenpotentiale des digitalen Behördenfunks beleuchten. Informieren Sie sich und bilden sich selbst ein Urteil.”

www.feuerwehr-weblog.de/2007/06/14/daenemark-probleme-mit-digitalfunk/

Die TETRA-Technik ähnelt den anderen Mobilfunktechniken mit all den
hiermit verbundenen Risiken durch deren gepulste Mikrowellen.
Vielleicht könnten die TETRA-typischen und vergleichsweise recht
niedrigen Pulsfrequenzen von 70,4 und 17,6 Hertz (Hz) gesundheitlich
besonders kritisch sein, da sie unseren biologischen Abläufen – z.B.
den Betawellen der Hirnfrequenzen – recht nah kommen, so wie es bei
WLAN – mit 10 Hz noch niedriger und direkt im Bereich der Alphawellen
des Gehirns – auch der Fall ist. Forschung? Fehlanzeige.
Experimentierkaninchen Mensch.

Weil es aus anderen Ländern, bei denen TETRA schon länger in
Nutzung ist, besorgniserregende gesundheitliche Klagen gibt.

Zurzeit dominiert TETRAPOL, ein analoges und nicht gepulstes, seit
vielen Jahren bewährtes Funksystem. Die Frequenzen liegen in verschiedenen
Bereichen ab 380 MHz bis über 920 MHz. Die Strahlungsstärke ist ähnlich wie bei
TETRA. Besser? Verträglicher? Wahrscheinlich. Aber auch hier gibt es im Laufe der
Jahre Klagen seitens der Nutzer und seitens der Anwohner in der Nähe von
Funkstationen.

Der digitale und gepulste TETRA-Bündelfunk für Behörden, Sicherheitsdienste, Militär und Firmen funkt mit Leistungen bis zu 40 Watt pro Kanal, also ähnlich wie andere Mobilfunksender (D-Netze, E-Netze, UMTS). Hiermit kommt TETRA bis 25 Kilometer weit. Auf einer Basisstation gibt es mehrere solcher Kanäle.

Das kann in 800 bis 1000 Meter Abstand in ungünstigen Fällen bis zu 100 Mikrowatt pro Quadratmeter Strahlungsintensität zur Folge haben, eventuell – je nach Situation – auch mehr.

Ob es zu solch hohen Werten kommt ist theoretisch kaum einzuschätzen, weil es von mehreren Bedingungen abhängt, z.B. die Anzahl und Leistung der einzelnen Kanäle, die genaue Ausrichtung der Kanäle, die Lage der betroffenen Räume, das Abschirmverhalten der Gebäude und ihrer Fenster, die Reflexionen der Strahlung in der Umgebung, die Frage, ob das Haus in der Hauptstrahlrichtung einer oder mehrerer Kanäle liegt, ob direkter Sichtkontakt zur Anlage besteht… Je näher Häuser an Sendeanlangen liegen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Feldbelastungen zunehmen und abgeschirmt werden muss. Laut baubiologischen Richtwerten besteht bei unter 0,1 Mikrowatt pro Quadratmeter kein Grund zur Sorge und ab 10 Mikrowatt bereits Handlungsbedarf.

800 Meter sind zwar schon ein recht großer Abstand, aber ob dies ausreicht? Und bei den meisten Sendemasten ist eine Wohnbebauung im näheren Umfeld möglich. In 50 Meter Distanz wäre mit über 10000 µW/m² zu rechnen und in 100 Meter bis zu 3000 µW/m². Das sind sehr hohe Dauerbelastungen für Mensch, Tier, Baum, die ganze Natur.

Außerdem kann man davon ausgehen, dass ein 45 Meter hoher Mast nicht nur für TETRA errichtet wird, weitere Funkdienste werden folgen mit dem Ergebnis: noch mehr Strahlung. Die neue LTE Mobilfunktechnik steht in den Startlöchern, und der Ausbau hat bereits begonnen…

Lesetipp: “MOBILFUNK – Elektrosmog frei Haus”, ein Vortrag von Wolfgang Maes unter Mitarbeit von Dipl.Ing. Helmut Merkel, Dipl.Ing. Norbert Honisch, Dr. Dipl.-Biol. Manfred Mierau und Dr. Dipl.-Chem. Thomas Haumann (www.maes.de).

Risiko TETRA

30.03.2010

Aktuelles

Was ist TETRA?

TETRA (Terrestrial Trunked Radio) ist ein Standard für digitalen Bündelfunk. Mit TETRA lassen sich Universalnetze aufbauen, über die dann der gesamte betriebliche Mobilfunk von Anwendern mit besonderen Sicherheitsanforderungen wie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS: Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste), Industrie, ÖPNV, Flughäfen und Militär abgewickelt werden kann.

Hintergründe zu TETRA

Die deutschen BOS arbeiten derzeit (2009) noch mit Analogfunk. Bund und Länder haben daher beschlossen, ein landesweites Digitalfunknetz aufzubauen. Bund und Länder haben für den Regelbetrieb die Firma Alcatel-Lucent im Oktober 2009 gefunden (Behörden Spiegel 09. Oktober 2009). Zum Regelbetrieb gehören Planung, Aufbau und Betrieb des bundesweiten BOS-Funknetzes sowie die Übernahme aller Wartungsarbeiten an den Funkeinrichtungen.

TETRA schafft gesundheitliche Probleme

In England ist TETRA schon länger in Betrieb. Von dort gibt es viele Erfahrungsberichte. Nach Berichten über gesundheitliche Probleme wurde eien Fragebogenaktion unter den Beamten durchgeführt. Von 246 beantworteten Fragebögen berichteten 173 über negative Gesundheitsfolgen, unter anderem Kopfschmerzen und Migräne, Hitzewellen, Halsschmerzen (fünf Fälle von Halskrebs – 2 in Lancashire, 3 in Leicestershire) seit der Einführung von TETRA.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Eine von der Industrie (Motorola) in Auftrag gegebene Studie über eventuelle Gesundheitsfolgen durch TETRA-Bündelfunk, ausgeführt durch einen führenden Wissenschaftler, kam zur Schlussfolgerung: „… diese Frequenz nicht zu benutzen, da sie zu Kopfschmerzen, Krebs und dem Zusammenbruch des Immunsystems führen könnte.“ Daraufhin wurden dem Wissenschaftler die Forschungsgelder entzogen und seine Empfehlung ignoriert.

Textauszug, Quelle: Bürgerwelle e.V.

Den ganzen Text mit weiteren Detailinformationen finden Sie im
TETRA Flyer des Bürgerwelle e.V. (78 KB)