Funkbewusstsein

Schlagwort "Sendemast"

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Der Förderverein Hochries hat eine Petition gegen die Hochries als Standort für eine Tetrafunkanlage initiiert. Als Werbemaßnahme wurden zwei Tetra-Mast-Attrappen am Samerberg aufgestellt.

Mehr Informationen erhalten Sie direkt unter Petition.

TETRA-Funk – gesundheitsschädlich?

Veranstalter: Gemeindereferent Reinhard Lang, Herrischried
in Zusammenarbeit mit dem Verein: Lebenswerter Hochrhein e.V.
Referenten: Funktechniker Uli Weiner und Dr. Joachim Mutter
Ort: Rotmooshalle in 79737 Herrischried
Beginn: 19.30 Uhr
Eintritt frei, Spenden willkommen

Heimlich, also ohne Wissen der Bürger oder Gemeindeverwaltung, ging ein
seit Monaten bestehender TETRA-Sender ab Spätsommer 2012 in Probebetrieb.
Gleichzeitig begannen Gesundheitsstörungen wie z.B. Schlafstörungen, Nasenbluten, Schmerzen,
Depression, Erschöpfung uvm. bei vielen Bürgern. 
Nur zufällig konnte durch Spezialgeräte die TETRA-Strahlung gemessen werden.
Das Landratamt verneinte aber den TETRA-Betrieb. Und laut Pressmitteilung des
Regierungspräsidium (RP) vom Mai 2012 sollte TETRA erst im März 2013 angeschaltet werden.
 Nun hat das RP den Betrieb von TETRA bestätigt.


Ist die Strahlung an den Beschwerden ursächlich oder sogar langfristig gesundheitsschädlich?

Nach Absprache mit Herrn Bürgermeister Berger hat die Moderation dieses 
Abends der ehemalige Bürgermeister und Tourismus-Chef Herr Roland 
Baumgartner. 
Nach den beiden Vorträgen stellt der Gemeindereferent Reinhard Lang die Auswertung des Gesundheitsfragebogens der Gemeinde vor. 
Danach ist ein Informationsaustausch zwischen Referenten und den Anwesenden vorgesehen.

Tausende. Und jeder einzelne ist eine zusätzliche Strahlenbelastung
für den Menschen und die Natur.

Besser ist die Nutzung eines Standortes, zumindest oft, je nach Situation, wenn man in Anbetracht der immer weiter zunehmenden Funkaufrüstung überhaupt von „besser“ sprechen kann. Eine gemeinsame Nutzung fordert auch die im Dezember 2001 zwischen der Bundesregierung und der Mobilfunkindustrie festgelegte freiwillige Selbstverpflichtung: gemeinsame Nutzung von Antennenstandorten, Einbeziehung der Kommunen und Länder in die Netzplanung, Prüfung von Alternativen bei Schulen und Kindergärten, Kontrolle der Grenzwerte, Verbesserung der Verbraucherinformation, Aufstockung der Forschungsmittel. Leider werden die Forderungen selten eingehalten. Dafür zieht sich die Regierung zurück, entzieht sich der Verantwortung und überlässt der Industrie das Feld.

Grundsätzlich sollten gar keine weiteren Masten mehr errichtet werden. Wir haben schon viel zu viele. Jede weitere Aufrüstung führt zu einer weiteren Strahlungserhöhung, egal wie aufgerüstet wird. Wer zurzeit in der Nähe von Sendeanlagen wohnt, und vielleicht noch eine “erträgliche” Strahlenbelastung hat, muss durch zusätzliche Sender damit rechnen, dass das bisher vielleicht noch erträgliche Maß überschritten bzw. das schon überschrittene Maß nun kritisch wird. Sowohl die Aufrüstung bestehender Sendeanlagen als auch die Installation von neuen Anlagen kann unberechenbar höhere Feldintensitäten nach sich ziehen.

Außerdem geht es nicht nur um die Gesundheit, sondern auch um die Wertminderung eines Objektes eben wegen eines zu nahen Senders. Je weniger Funkstationen und je weiter diese vom Haus entfernt sind, desto geringer das finanzielle Risiko für den Immobilienkauf oder eine Miete. Da gab es schon böse Überraschungen.

Fazit: Es gibt keine wirklich guten/geeigneten Standorte für Sendemasten, da irgendwie immer irgend jemand der Leidtragende ist. Und wenn es nicht der Mensch ist, dann die Tiere, der Wald, die ganze Natur.

Mobilfunkhandys emittieren elektromagnetische Felder. Es geht dabei um Mikrowellen, bei GSM (den D- und E-Netzen) um periodisch gepulste Mikrowellen, bei UMTS um breitbandige Signale mit gepulsten Anteilen. Die vom Handy abgegebene Strahlung wird einige hundert Meter bis wenige Kilometer weiter von einer der in den letzten Jahren zigtausendfach errichteten Basisstationen auf Türmen, Masten, Dächern, Giebeln, Silos, Kaminen, Kirchen… empfangen und verarbeitet.

Handys strahlen mit einer maximalen Leistung von 1-2 Watt (W), je nach Situation und Abstand zu einer der nächsten Basisstationen. Handys regeln ihre Leistung (und somit ihre Strahlungsintensität) dem momentanen Bedarf entsprechend herauf oder herunter. Die mittlere Leistung eines Handys dürfte im Alltag bei 50-500 Milliwatt (mW) liegen. Satellitenhandys schaffen mit 2 W viele 100 Kilometer bis zur Umlaufbahn im Weltraum. Die Trägerfrequenzen liegen bei GSM um 900 Megahertz (MHz), hauptsächlich D-Netze, und 1800 MHz, hauptsächlich E-Netze, bei UMTS um 1900-2100 MHz. Die Pulsfrequenz ist beim D- und E-Netz-Handy 217 Hertz (Hz). Andere Funktechniken wie DECT-Schnurlostelefone und WLAN-Netzwerke funktionieren auch mit solchen gepulsten Mikrowellen, ebenso neuere Techniken wie Bluetooth, WiMax oder Tetra.

Handys funken nur beim Telefonieren, ganz ausgeschaltet nicht. In Stand-by-Funktion geben sie ab und zu sekundenkurze Impulse ab, um den Kontakt zur nächsten Basisstation zu gewährleisten, diese mit voller Leistung. Am höchsten ist die Strahlenbelastung beim Telefonieren mit dem dauernd funkenden Hörer am Ohr. Je näher an der Feldquelle, dem Handy, und je schlechter der Kontakt zur Basisstation, umso heftiger. Die Strahlungsstärke der Funkwellen wird in Mikrowatt pro Quadratmeter (?W/m²) angegeben. Sie nimmt mit der Entfernung zum Verursacher immer schneller ab. Mikrowellen werden von massiver Bausubstanz (Steinwände, Betonarmierungen, Wärmeschutzfenster, Metallfolien…) oder Autos, Zügen, Aufzügen (Stahlblech) reflektiert, zurückgehalten, manchmal sogar verstärkt. Deshalb nie in solchen Räumen telefonieren.

Die Berechnungsgrundlage der amtlichen Grenzwerte gilt dem Schutz vor thermischer Gefahr, sprich vor übermäßiger Erhitzung von Körpern oder Körperteilen im Einfluss der elektromagnetischen Strahlen. Andere biologische Effekte wie EEG-Anomalien, die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, neurologische und hormonelle Störungen und gesundheitliche Schäden von Kopfschmerz über Schlafprobleme bis Alzheimer und Krebs, die bei viel niedrigeren Feldstärken nachgewiesen wurden oder im Gespräch sind, bleiben bei den theoretischen Grenzwertberechnungen unberücksichtigt. Grenzwerte gelten zudem nur für ortsfeste Anlagen wie Funktürme, nicht für Handys und schnurlose Techniken, hier ist der Nutzer allein verantwortlich. Mit einem funkenden Telefon am Kopf werden selbst die allzu hoch gesteckten Grenzwerte oft erreicht und überschritten.

Die Mikrowellen der Handys, Funktürme, DECT-Telefone und WLAN-Techniken sind in ihrer physikalischen Art und biologischen Wirkung ähnlich. Deshalb kann man die auf dieser Webseite aufgeführten Zitate größtenteils auch hierauf beziehen. Die Strahlenbelastung mit der Handyantenne am Kopf ist hoch, aber nicht dauerhaft. Dafür ist die Belastung von Mobilfunk-, DECT- oder WLAN-Stationen vergleichsweise niedriger, zumeist aber dauerhaft. Oft finden wir in Häusern stärkere Felder von den kleinen DECT- oder WLAN-Geräten auf Schreib- und Nachttischen als von der großen Mobilfunk-Basisstation draußen.

Seitdem es Mobilfunk gibt, streiten sich Befürworter und Gegner, ob die unsichtbaren Strahlen von Handys und Sendemasten ungesund sind oder nicht. Dr. med. Joachim Mutter, Umweltmediziner an der Universität Freiburg, klärt ausführlich über die Thematik auf und berichtet über die dramatischen Einflüsse der Mobilfunkstrahlung auf unsere Gesundheit.