Funkbewusstsein

Schlagwort "Grenzwerte"

194 Wissenschaftler, viele davon Lehrstuhlinhaber, aus 39 Ländern, die zu den Wirkungen der nicht-ionisierenden Strahlung des Mobilfunks forschen, fordern in einem internationalen Appell an die UNO, die WHO und die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, sich in ihrem Umweltprogramm mit den Gesundheitsrisiken zu befassen:

741825a4990a8c606_160„Zahlreiche kürzlich erschienene wissenschaftliche Publikationen zeigen, dass EMF – deutlich unterhalb der meisten international und national geltenden Grenzwerte – auf lebende Organismen einwirken. Die Wirkungen umfassen ein erhöhtes Krebsrisiko, zellulären Stress, einen Anstieg gesundheitsschädlicher freier Radikale, genetische Schäden, Änderungen von Strukturen und Funktionen im Reproduktionssystem, Defizite beim Lernen und Erinnern, neurologische Störungen und negative Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden der Menschen. Wie die sich mehrenden Belege für schädliche Auswirkungen auch auf die Pflanzen- und Tierwelt zeigen, reicht die Bedrohung weit über die Menschheit hinaus.“ (…)
„Sollte die WHO nicht handeln, versagt sie bei der Erfüllung Ihres Auftrags als höchstrangige internationale Gesundheitsorganisation.“…

Die Unterzeichner des Appells kritisieren, dass die geltenden Grenzwertregelungen (ICNIRP-Richtlinien) wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren.

Der Appell vom 11. Mai 2015 (zwei Seiten Text, vier Seiten Namen der Wissenschaftler)  ist in 16 Sprachen erschienen – siehe unter
http://www.diagnose-funk.org/themen/forschung/risikowahrnehmung/wissenschaftler-appell-an-uno-und-who.php

Mobilfunk – Verfall der Demokratie? Verkauf unserer Gesundheit? Missachtung unserer Menschenrechte?

Vortrags- und Diskussionsabend
im Bürgersaal Neubeuern
In der Beurer Halle neben der Grund- und Hauptschule
am Freitag, 21. Januar 2011
von 19:00 bis 21:30 Uhr
Einlass ab 18:30 Uhr – Eintritt frei!
Aus der Presse wissen wir, dass im Kreis Rosenheim über 20 neue bis zu 60 Meter
hohe Funkmasten geplant sind!

Weitere Infos können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Das stimmt nicht. Viele Länder haben die gleichen oder ähnliche Grenzwerte wie wir, z.B. Österreich, England, Schweden, USA, Kanada, Japan…, einige haben niedrigere, z.B. Schweiz, Luxemburg, Wallonien, Russland, China…

Mobilfunkhandys emittieren elektromagnetische Felder. Es geht dabei um Mikrowellen, bei GSM (den D- und E-Netzen) um periodisch gepulste Mikrowellen, bei UMTS um breitbandige Signale mit gepulsten Anteilen. Die vom Handy abgegebene Strahlung wird einige hundert Meter bis wenige Kilometer weiter von einer der in den letzten Jahren zigtausendfach errichteten Basisstationen auf Türmen, Masten, Dächern, Giebeln, Silos, Kaminen, Kirchen… empfangen und verarbeitet.

Handys strahlen mit einer maximalen Leistung von 1-2 Watt (W), je nach Situation und Abstand zu einer der nächsten Basisstationen. Handys regeln ihre Leistung (und somit ihre Strahlungsintensität) dem momentanen Bedarf entsprechend herauf oder herunter. Die mittlere Leistung eines Handys dürfte im Alltag bei 50-500 Milliwatt (mW) liegen. Satellitenhandys schaffen mit 2 W viele 100 Kilometer bis zur Umlaufbahn im Weltraum. Die Trägerfrequenzen liegen bei GSM um 900 Megahertz (MHz), hauptsächlich D-Netze, und 1800 MHz, hauptsächlich E-Netze, bei UMTS um 1900-2100 MHz. Die Pulsfrequenz ist beim D- und E-Netz-Handy 217 Hertz (Hz). Andere Funktechniken wie DECT-Schnurlostelefone und WLAN-Netzwerke funktionieren auch mit solchen gepulsten Mikrowellen, ebenso neuere Techniken wie Bluetooth, WiMax oder Tetra.

Handys funken nur beim Telefonieren, ganz ausgeschaltet nicht. In Stand-by-Funktion geben sie ab und zu sekundenkurze Impulse ab, um den Kontakt zur nächsten Basisstation zu gewährleisten, diese mit voller Leistung. Am höchsten ist die Strahlenbelastung beim Telefonieren mit dem dauernd funkenden Hörer am Ohr. Je näher an der Feldquelle, dem Handy, und je schlechter der Kontakt zur Basisstation, umso heftiger. Die Strahlungsstärke der Funkwellen wird in Mikrowatt pro Quadratmeter (?W/m²) angegeben. Sie nimmt mit der Entfernung zum Verursacher immer schneller ab. Mikrowellen werden von massiver Bausubstanz (Steinwände, Betonarmierungen, Wärmeschutzfenster, Metallfolien…) oder Autos, Zügen, Aufzügen (Stahlblech) reflektiert, zurückgehalten, manchmal sogar verstärkt. Deshalb nie in solchen Räumen telefonieren.

Die Berechnungsgrundlage der amtlichen Grenzwerte gilt dem Schutz vor thermischer Gefahr, sprich vor übermäßiger Erhitzung von Körpern oder Körperteilen im Einfluss der elektromagnetischen Strahlen. Andere biologische Effekte wie EEG-Anomalien, die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, neurologische und hormonelle Störungen und gesundheitliche Schäden von Kopfschmerz über Schlafprobleme bis Alzheimer und Krebs, die bei viel niedrigeren Feldstärken nachgewiesen wurden oder im Gespräch sind, bleiben bei den theoretischen Grenzwertberechnungen unberücksichtigt. Grenzwerte gelten zudem nur für ortsfeste Anlagen wie Funktürme, nicht für Handys und schnurlose Techniken, hier ist der Nutzer allein verantwortlich. Mit einem funkenden Telefon am Kopf werden selbst die allzu hoch gesteckten Grenzwerte oft erreicht und überschritten.

Die Mikrowellen der Handys, Funktürme, DECT-Telefone und WLAN-Techniken sind in ihrer physikalischen Art und biologischen Wirkung ähnlich. Deshalb kann man die auf dieser Webseite aufgeführten Zitate größtenteils auch hierauf beziehen. Die Strahlenbelastung mit der Handyantenne am Kopf ist hoch, aber nicht dauerhaft. Dafür ist die Belastung von Mobilfunk-, DECT- oder WLAN-Stationen vergleichsweise niedriger, zumeist aber dauerhaft. Oft finden wir in Häusern stärkere Felder von den kleinen DECT- oder WLAN-Geräten auf Schreib- und Nachttischen als von der großen Mobilfunk-Basisstation draußen.