Funkbewusstsein

Schlagwort "Elektrosmog"

Was bei Stiftung Warentest im aktuellen ‘Test’-Heft zum Sieger gekürt wurde, nämlich das Babyphon Avent SCD525 von Philips, wäre beim ‘Öko-Test’ der Verlierer, bekäme die schlechteste Note.
Dafür landet das Babyphon Angelcare AC420D von Funny bei Stiftung Warentest nur im befriedigenden Mittelfeld, in ‘Öko-Test’ und anderen Verbrauchermagazinen wie dem Schweizer ‘K-Tipp’ wurde es zuvor mehrfacher Testsieger.

Konträrer können Bewertungen nicht ausfallen. Warum?
Stiftung Warentest bewertet hauptsächlich technische Aspekte, Funktion, Bedienung, Störfestigkeit, Reichweite… ‘Öko-Test’, ‘K-Tipp’ und andere Testzeitschriften beziehen darüber hinaus wichtige ökologische und gesundheitliche Aspekte mit ein, bewerten z.B. elektromagnetische Feldbelastungen oder chemische Risiken durch Kunststoffe, Weichmacher und Flammschutzmittel, um das empfindliche Baby hiervor zu schützen.
Mit dem Stiftung-Warentest-Sieger Philips Avent SCD525 holt man sich offenbar eine unnötige, kritische Elektrosmogquelle ins Haus, ins Kinderzimmer, nah ans Babybett:

1. Das Philips Avent SCD525 funkt mit biologisch besonders bedenklichen Mikrowellen, mit so genannten gepulsten Wellen, typisch für den digitalen DECT-Standard.
2. Das Avent SCD525 funkt zudem mit starken elektromagnetischen Feldintensitäten, zigfach stärker als viele andere Mitbewerber auf dem Markt.
3. Außerdem funkt es permanent, nonstop, rund um die Uhr, selbst wenn es gar kein Schallereignis gibt, sprich das Baby ruft.
4. Hinzu kommen die Felder der Stromversorgung, und zwar am Babyphon selbst, am Zuleitungskabel und am Steckernetzteil, weil die nicht geschirmt oder geerdet sind. Gerät, Kabel und Stecker, alle drei überschreiten Computerarbeitsplatznormen.

Trotzdem schreibt Stiftung Warentest zum Philips-Babyphon fett in einer Überschrift: “Elektrosmog kein Grund zur Sorge”. Das verstehe, wer will.
Es besteht Grund zur Sorge, nicht nur wegen der bedenklichen DECT-Mikrowellen und anderen Felder, sondern auch wegen der bedenklichen Bewertung – sprich Entwarnung – von Stiftung Warentest, die den Anwender über die Risiken im Unklaren lässt.

Den gesamten Artikel können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Diesen Kommentar hat für uns die BAUBIOLOGIE MAES (Neuss / www.maes.de) zum Babyphon-Bericht der Stiftung Warentest “Trügerische Ruhe” (in deren Heft ‘Test’ vom Mai 2011) verfasst.

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Der digitale und gepulste TETRA-Bündelfunk für Behörden, Sicherheitsdienste, Militär und Firmen funkt mit Leistungen bis zu 40 Watt pro Kanal, also ähnlich wie andere Mobilfunksender (D-Netze, E-Netze, UMTS). Hiermit kommt TETRA bis 25 Kilometer weit. Auf einer Basisstation gibt es mehrere solcher Kanäle.

Das kann in 800 bis 1000 Meter Abstand in ungünstigen Fällen bis zu 100 Mikrowatt pro Quadratmeter Strahlungsintensität zur Folge haben, eventuell – je nach Situation – auch mehr.

Ob es zu solch hohen Werten kommt ist theoretisch kaum einzuschätzen, weil es von mehreren Bedingungen abhängt, z.B. die Anzahl und Leistung der einzelnen Kanäle, die genaue Ausrichtung der Kanäle, die Lage der betroffenen Räume, das Abschirmverhalten der Gebäude und ihrer Fenster, die Reflexionen der Strahlung in der Umgebung, die Frage, ob das Haus in der Hauptstrahlrichtung einer oder mehrerer Kanäle liegt, ob direkter Sichtkontakt zur Anlage besteht… Je näher Häuser an Sendeanlangen liegen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Feldbelastungen zunehmen und abgeschirmt werden muss. Laut baubiologischen Richtwerten besteht bei unter 0,1 Mikrowatt pro Quadratmeter kein Grund zur Sorge und ab 10 Mikrowatt bereits Handlungsbedarf.

800 Meter sind zwar schon ein recht großer Abstand, aber ob dies ausreicht? Und bei den meisten Sendemasten ist eine Wohnbebauung im näheren Umfeld möglich. In 50 Meter Distanz wäre mit über 10000 µW/m² zu rechnen und in 100 Meter bis zu 3000 µW/m². Das sind sehr hohe Dauerbelastungen für Mensch, Tier, Baum, die ganze Natur.

Außerdem kann man davon ausgehen, dass ein 45 Meter hoher Mast nicht nur für TETRA errichtet wird, weitere Funkdienste werden folgen mit dem Ergebnis: noch mehr Strahlung. Die neue LTE Mobilfunktechnik steht in den Startlöchern, und der Ausbau hat bereits begonnen…

Lesetipp: “MOBILFUNK – Elektrosmog frei Haus”, ein Vortrag von Wolfgang Maes unter Mitarbeit von Dipl.Ing. Helmut Merkel, Dipl.Ing. Norbert Honisch, Dr. Dipl.-Biol. Manfred Mierau und Dr. Dipl.-Chem. Thomas Haumann (www.maes.de).

Risiko TETRA

30.03.2010

Aktuelles

Was ist TETRA?

TETRA (Terrestrial Trunked Radio) ist ein Standard für digitalen Bündelfunk. Mit TETRA lassen sich Universalnetze aufbauen, über die dann der gesamte betriebliche Mobilfunk von Anwendern mit besonderen Sicherheitsanforderungen wie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS: Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste), Industrie, ÖPNV, Flughäfen und Militär abgewickelt werden kann.

Hintergründe zu TETRA

Die deutschen BOS arbeiten derzeit (2009) noch mit Analogfunk. Bund und Länder haben daher beschlossen, ein landesweites Digitalfunknetz aufzubauen. Bund und Länder haben für den Regelbetrieb die Firma Alcatel-Lucent im Oktober 2009 gefunden (Behörden Spiegel 09. Oktober 2009). Zum Regelbetrieb gehören Planung, Aufbau und Betrieb des bundesweiten BOS-Funknetzes sowie die Übernahme aller Wartungsarbeiten an den Funkeinrichtungen.

TETRA schafft gesundheitliche Probleme

In England ist TETRA schon länger in Betrieb. Von dort gibt es viele Erfahrungsberichte. Nach Berichten über gesundheitliche Probleme wurde eien Fragebogenaktion unter den Beamten durchgeführt. Von 246 beantworteten Fragebögen berichteten 173 über negative Gesundheitsfolgen, unter anderem Kopfschmerzen und Migräne, Hitzewellen, Halsschmerzen (fünf Fälle von Halskrebs – 2 in Lancashire, 3 in Leicestershire) seit der Einführung von TETRA.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Eine von der Industrie (Motorola) in Auftrag gegebene Studie über eventuelle Gesundheitsfolgen durch TETRA-Bündelfunk, ausgeführt durch einen führenden Wissenschaftler, kam zur Schlussfolgerung: „… diese Frequenz nicht zu benutzen, da sie zu Kopfschmerzen, Krebs und dem Zusammenbruch des Immunsystems führen könnte.“ Daraufhin wurden dem Wissenschaftler die Forschungsgelder entzogen und seine Empfehlung ignoriert.

Textauszug, Quelle: Bürgerwelle e.V.

Den ganzen Text mit weiteren Detailinformationen finden Sie im
TETRA Flyer des Bürgerwelle e.V. (78 KB)