Funkbewusstsein

Krank durch Elektrosmog

24.05.2011

Aktuelles

Lesen Sie hier den Artikel von Jiri Polivka, Diplomgeologe und Mobilfunkkritiker aus Regensburg, der am 17.05.2011 in der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg erschienen ist:

Durch den LTE- Ausbau erhöht sich die Belastung durch elektromagnetische Strahlung.

Der hochproblematische Umgang mit Funkbelastungen für die Bevölkerung erhält ein neues „Spielzeug“: Long Term Evolution, oder kurz: LTE. Aber es ist kein Spiel, sondern trauriger Ernst: Über alle Köpfe hinweg wird die vierte Generation Mobilfunk geplant und durchgesetzt.

Immer noch schnelleres mobiles Internet, Online-Spiele, Online-Musikhören überall, die Vernetzung und Überwachung des gesamten Verkehrs und Zusatzdienste fürs Geschäftsleben werden so ermö licht. LTE dürfte unsere Städte, Dörfer, Straßen und Verkehrsmittel ziemlich lückenlos in Hot Spots verwandeln.

Zunächst sind ländliche Bereiche auserkoren, die zweifelhaften Vorzüge dieser Technologie zu genießen. Anstelle von teuerer Verkabelung funkt man lieber hochfrequent. Die Politik hat dafür der Industrie erneut einen „Persilschein“ ausgestellt. In der Auswirkung gleichen Mobilfunk-Strahlen in LTE-Form den radioaktiven Strahlen. Das Bienen- und Waldsterben, das eindeutig auf die elektromagnetische Strahlung zurückzuführen ist, sind Vorboten einer globalisierten Zerstörung unseres Lebensraumes.

Die Bundesregierung hat mit Blick auf LTE eingeräumt, die Strahlenbelastung werde durch den weiteren Ausbau zunehmen. Bernd Rainer Müller, Experte für elektromagnetische Strahlung beim Bund Naturschutz, erklärt: „Die Regierung hat die Risiken durch die Nutzung der neuen Mobilfunkfrequenzen so gut wie nicht überprüft.“

Wie man dagegen aus Israel hört, haben die Ministerien für Gesundheit und Umweltschutz dem Ministerium für Telekommunikation einen Ausbau der LET-Technik untersagt, bis jegliche Gefahren für die Gesundheit durch diese Bestrahlung umfassend untersucht sind. Die deutschen „Volksvertreter“ lassen indes zu, dass wir zu Versuchsobjekten werden.
Wie vereinbaren sie den Ausbau dieser energiefressenden Technologie eigentlich mit dem Energiespar-Willen? Vor Jahren hat Dr. Josef Lutz, Professor für Leistungselektronik und elektromagnetische Verträglichkeit in Chemnitz, gezeigt, dass der Fortschritt beim Klimaschutz durch die Solarenergie vom Ausbau der Funk-Netze aufgezehrt wird. Für die neue LTE- Technologie aber werden noch weit größere Energiemengen benötigt!

Unbestritten sind viele Menschen von der modernen Funktechnologie fasziniert, ohne sich über die Wirkung auf den lebenden Organismus Gedanken zu machen. Das Leiden der wachsenden Minderheit elektrosensibler Menschen wird gesellschaftspolitisch ignoriert oder mit Zynismus bedacht. Und die Mobilfunkindustrie verweist papageiartig auf die – höchst umstrittenen, ja kriminell hohen – „Grenzwerte“. Immerhin hat das Bundesamt für Strahlenschutz 2010 eingeräumt, dass die Langzeitwirkungen von Mobilfunkstrahlen noch nicht hinreichend untersucht seien und deren Gefährlichkeit keineswegs ausgeschlossen werden könne.

Wer noch zweifelt, wie problematisch der weitere Ausbau der Netze für die Gesundheit ist, informiere sich über eine von Prof. Dr. Klaus Buchner und Dr. Horst Eger veröffentlichte Langzeitstudie aus Bayern. Demnach zeigte sich bei 60 Teilnehmern nach der Installation einer Mobilfunkanlage in Rimbach eine deutliche Veränderung: Bestimmte Stresshormonwerte stiegen nach der Inbetriebnahme des Senders signifikant an, der Ausgangszustand wurde auch nach der 18-monatiger Testphase nicht wieder erreicht. Mit Blick auf all die warnenden Studien aus verschiedenen Ländern ist die im Aufbau befindliche LTE-Technologie wahrhaftig kein Grund zum Jubeln, sondern zum Bürgerprotest!

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